Europa Jagellonica 1386-1572. Kunst und Kultur Mitteleuropas zur Zeit der Jagiellonen
Einladung zu Kuratorengesprächen und Führungen
in Kutná Hora/Kuttenberg (Tschechien) am 1. und 2. September 2012
anlässlich der internationalen Ausstellung
Europa Jagellonica 1386-1572. Kunst und Kultur Mitteleuropas zur Zeit der Jagiellonen
initiiert und koordiniert von dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. an der Universität Leipzig (GWZO)
veranstaltet von der Mittelböhmischen Galerie in Kutná Hora (GASK – Galerie Středočeského kraje), dem Königlichen Schloss (Zamek Królewski w Warszawie) und dem Nationalmuseum (Museum Narodowe w Warzawie) in Warschau sowie dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam
Hauptkurator: Jiří Fajt (Leipzig/Berlin/Prag)
Koordination: Susanne Jaeger (Leipzig/Dresden)
Das litauisch-polnische Herrschergeschlecht der Jagiellonen zählte zu den bedeutendsten Dynastien des späten Mittelalter und der Frühen Neuzeit in Europa und ist doch im Westen bis heute weitgehend unbekannt. Zur Zeit ihrer größten Ausdehnung ab Mitte des 15. Jahrhunderts reichten die jagiellonischen Territorien von der Ostsee bis an die Adria und das Schwarze Meer und umfassten neben den Kerngebieten Litauen und Polen insbesondere Böhmen und Ungarn mit ihren zugehörigen Nebenländern sowie Teile Weißrusslands und der Ukraine.
Die Ausstellung zeigt erstmals die Kunst und Kultur in Mitteleuropa während der Jagiellonenherrschaft in transnationaler Perspektive in ihren historischen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Ausgehend von den jagiellonischen Regenten und Mitgliedern der Dynastie ist der Blick auf das höfische Umfeld gerichtet, den Adel und hohen Klerus, deren Mäzenatentum und Förderung zu einer einzigartigen künstlerischen und wissenschaftlichen Blüte führten. Die über 300 wenig bekannten Werke aller Gattungen aus europäischen Museen, Bibliotheken, Archiven und aus kirchlichen und privaten Sammlungen, viele davon zum ersten Mal zur Schau gestellt, werden dabei im Kontext ihrer Entstehung, Funktion, ihrer Künstler und Auftraggeber präsentiert. Beispielhaft vermitteln sie eine Vorstellung von der facettenreichen Kunstproduktion der kulturell unterschiedlich geprägten Herrschaftsgebiete und zugleich auch des regen künstlerischen Austausches über die territorialen Grenzen hinaus. Die intensive kulturelle und wirtschaftliche Vernetzung in Mitteleuropa wird durch den Fokus auf die Zeit um 1500 mit ihren großen gesellschaftlichen und religiösen Umbrüchen besonders deutlich.
Die Ausstellung in Kutná Hora ist konzeptionell sowie auch durch die Objektanzahl die umfangreichste Station des Projektes. Sie findet im historischen Ambiente der berühmten Bergbaustadt statt, deren zahlreiche jagellonischen Denkmäler zu Bestandteil des umfangreichen Begleitprogrammes wurden.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte bis 20. August an Frau Karen Straub (k.straub@gmx.de).
Weitere Informationen zur Ausstellung unter:
